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Public Governance Veranstaltung, Bundesministerin Dr. Claudia Schmied und Dr. Hedwig Kainberger

© Heeresbild- und Filmstelle

Public Governance der Bundesmuseen auf neuestem Stand

Der von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied im Jahr 2009 initiierte Prozess der Überarbeitung der Regelwerke für die Bundesmuseen/ÖNB für eine effektive Public Governance ist abgeschlossen.

Unter dem heute vielfach gebrauchten Begriff „Public Governance“ verstehen wir das Steuerungs- und Regelungssystem für von der öffentlichen Hand verwaltete Unternehmen. Seit 1999 wurden die Bundesmuseen und die Österreichische Nationalbibliothek als wissenschaftliche Anstalten öffentlichen Rechts aus der unmittelbaren staatlichen Verwaltung ausgegliedert. Im Zuge dessen wurden neue rechtliche und organisatorische Strukturen geschaffen. Aufbauend auf den seit der Ausgliederung gewonnenen Erfahrungen wurde ein Optimierungsbedarf im Bereich der Public Governance festgestellt.

Im Rahmen des neuen Regelwerks der Public Governance werden der kulturpolitische Auftrag, das Zusammenwirken der handelnden Personen und Institutionen sowie rechtliche und wirtschaftliche Verantwortlichkeiten konkretisiert. In den letzten drei Jahren galt daher die besondere Aufmerksamkeit der schrittweisen Umsetzung der Museumsordnungen und der Bibliotheksordnung der Nationalbibliothek, der Einführung von Rahmenzielvereinbarungen mit den Institutionen und schließlich der Überarbeitung und Neustrukturierung der Geschäftsordnungen der Kuratorien und der Geschäftsführungen. So konnten klare Regeln für die Leitung der Kulturinstitutionen und ihrer Aufsichtsorgane geschaffen werden.

Alle Teile des überarbeiteten Regelwerks wurden in enger Abstimmung mit den Institutionen erarbeitet und umgesetzt. Im Sinne einer größtmöglichen Transparenz sind Museumsordnungen und Geschäftsordnungen auf den Webseiten des Ministeriums bzw. der Bundesmuseen/ÖNB veröffentlicht und nachvollziehbar.

Die Dokumente sind aufeinander abgestimmt und erzielen damit größtmögliche Einheitlichkeit. Das heißt jene strukturellen Elemente, die bei allen wissenschaftlichen Anstalten gleich sind, wurden einheitlich, gleichlautend, geregelt. Dort wo inhaltliche Besonderheiten vorliegen wurde diesen Rechnung getragen. Als Ergebnis sind die erneuerten Regelungen besser und schneller nachvollziehbar und es besteht nun die Möglichkeit zu einer besseren Vergleichbarkeit unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Individualität der Institutionen.

Eine effiziente und transparente Public Governance bedeutet einen stabilen Rahmen mit einer nachvollziehbaren Rollenverteilung bei den zuständigen staatlichen und institutionellen Akteuren. Klare Governancestrukturen tragen dazu bei, dass sich die Kulturinstitutionen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.

Mit der Überarbeitung der Public Governance wurden Regeln geschaffen, die dazu beitragen unsere Bundesmuseen/ÖNB – und den von ihnen zugänglich gemachten öffentlichen Schatz, die Sammlung Österreich – bestmöglich zu bewahren und in eine gute Zukunft zu begleiten.

* * *

Auf Einladung von Kulturministerin Dr. Claudia Schmied fand am 11. April im Österreichischen Theatermuseum die Veranstaltung „Moderne Public Governance in den Kulturinstitutionen“ statt. Unter der Moderation von Dr. Hedwig Kainberger (Salzburger Nachrichten) diskutierten Dr. Viktoria Kickinger (INARA - Initiative AR Austria GmbH), Mag. Günter Brandner (Ernst & Young), Dr. Wolfgang Graf (Graf Moser Management GmbH), Dkfm. Peter Püspök (Kuratoriumsvorsitzender Kunsthistorisches Museum), DDr. Christoph Thun-Hohenstein (Geschäftsführer MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst) nach Referaten von RA Dr. Christoph Herbst, M.B.L. und Sektionschef Dr. Manfred Matzka, der den neuen Public Corporate Governance Kodex präsentierte.

GALLERY

Public Governance Veranstaltung, Bundesministerin Dr. Claudia Schmied<br><br>© Heeresbild- und Filmstelle
Public Governance Veranstaltung, SC Dr. Matzka am Rednerpult
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© Heeresbild- und Filmstelle
105_Public Governance Veranstaltung, v.l.n.r. Kulturministerin Dr. Claudia Schmied, Dr. Hedwig Kainberger, DDr. Christoph Thun-Hohenstein, Dkfm. Peter Püspök
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© Heeresbild- und Filmstelle

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